Vor der Lesung von Prof. Dr. Sven Gottschling (2. v. l.) und der Be- grüßung durch OB Rüdiger Schneidewind überreichte die Leiterin der Stadtbücherei, Andrea Sailer (r.), bereits vorab verloste Exemplare von „Schmerz los werden“ an die Besucher. In der Aula der Musikschule fand am Donnerstag vorletzter Woche die Premierenlesung von Prof. Dr. Sven Gottschling aus seinem neuen Buch „Schmerz los werden“ statt. Der Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Uniklinikums des Saarlandes stellte das Buch am Tag des Erscheinens vor. Dabei war es weniger eine Lesung als ein lebendiger Vortrag des unterhaltsamen Erzählers Gottschling, bei dem trotz schwieriger Themen sein Humor und sein Optimismus nie zu kurz kamen. Nach einer musikalischen Einstimmung begrüßte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind den Autor sowie zahlreiche Gäste in der Aula. Er dankte Musikschulleiterin Carola Ulrich, der Leiterin der Stadtbücherei, Andrea Sailer, und Ulrich Burger als Initiator der Buchmesse „HomBuch“, die gemeinsam mit der Buchhandlung Welsch und dem Fischer-Verlag die Lesung vorbereitet hatten. Der OB sagte: „Ich bin ein Fan von Sven Gottschling“ und erläuterte, dass er als Vorsitzender des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin viel mit dem Mediziner zu tun habe, den er als äußerst engagierten Menschen bezeichnete. Mit seinem ersten Buch „Leben bis zuletzt“ habe er den Tod aus der Tabuzone geholt und viel zur öffentlichen Diskussion über die Arbeit der Palliativmedizin beigetragen. Während seiner Buchvorstellung ging Prof. Gottschling auf die vielfältigen Facetten des Schmerzes und auch dessen biopsychosozialen Aspekte ein. Er räumte mit vielerlei Halbwissen und Vorurteilen auf, wies darauf hin, dass auch Kinder und ältere Menschen ebenso oft Schmerzen empfinden wie Erwachsene und sparte nicht mit Kritik an der Ärzteschaft und der Pharmabranche. „Es gibt noch viel zu tun und zu verbessern“, betonte der Chefarzt und ging auch darauf ein, dass die Schmerzmedizin im Studium nur einen sehr geringen Raum einnimmt. Am Ende seines Vortrags beantwortete Prof. Gottschling Fragen aus dem Publikum und signierte auf Wunsch seine Bücher. ----------------------------------------- ****Das Schmerzbefreiungsbuch***In unserem so zivilisierten und hochtechnisierten Land erleiden viele Menschen völlig unnötig unvorstellbare Qualen. Damit muss Schluss sein! Findet der bekannte Schmerztherapeut und Palliativmediziner Sven Gottschling. In einer gut verständlichen Sprache zeigt er, dass Schmerzen nach einer Operation nicht sein müssen, wie die Schmerzempfindlichkeit besonders von Neugeborenen und alten Menschen berücksichtigt werden sollte, was man gegen Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen tun kann und wodurch Menschen mit chronischen Schmerzen ein schneller Zugang zu einer wirkungsvollen Schmerztherapie ermöglicht wird. ----------------------------------------- Sven Gottschling hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, kranken Menschen ihre Schmerzen zu nehmen und ihnen mehr Lebensqualität zu geben. Sein Buch "Leben bis zuletzt - Was wir für ein gutes Sterben tun können" aus dem Jahr 2016 wurde auf Anhieb ein SPIEGEL Bestseller. Der 45-Jährige ist Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Uniklinikums des Saarlandes. www.uks.eu/palliativmedizinLars Amend traf Sven Gottschling bei einer Fernsehsendung zu seinem SPIEGEL-Bestseller "Dieses bescheuerte Herz - Über den Mut zu träumen" und war sofort von dem jungen Mediziner begeistert. Der Autor, Motivator und Life Coach - "Magic Monday - 52 Gründe morgens aufzustehen" - der bereits zum zweiten Mal mit Sven Gottschling zusammen gearbeitet hat, lebt in Berlin. ----------------------------------------- Lesung von Palliativmediziner Prof. Dr. Gottschling fand großes Interesse Dreimal mußte das Team von anne treib buch und papier auf einen größeren Veranstaltungsort für die Lesung von Prof. Gottschling zum Thema "Leben bis zuletzt" umdisponieren. Am Mittwoch, den 18.04.2018 fanden sich ...angemessener Rahmen in der Lebacher Kirche, da dort z.Zt. die Ausstellung "Einmal Jenseits und zurück - Ein Koffer für die letzte Reise" zu sehen ist.